Aufrufe zum Kampf im Koran sind Aufrufe zur Verteidigung!

Aufrufe zum Kampf im Koran sind Aufrufe zur Verteidigung!

Alle Verse im Koran, die zum Kampf aufrufen sind nichts weiter als Aufrufe zur Verteidigung!

Es gibt selbstverständlich Leute, die gerne die Verse aus dem Kontext reißen um ihre krankhaften Neigungen zu rechtfertigen:

„Er ist es, Der dir das Buch herabgesandt hat. Es enthält eindeutige Verse ... und Verse, die verschieden gedeutet werden können. Diejenigen aber, die im Herzen abwegige Absichten hegen, befassen sich vorrangig mit den nicht eindeutigen, mit der Absicht, Verwirrung zu stiften und es (nach ihrer Weise) zu deuten.“  (Koran 3:7)

Im Folgenden soll auf die einzelnen Stellen eingegangen werden und belegt werden, dass es ausschließlich um Verteidigung geht:

„Die Erlaubnis (zum Kampf) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah - und Allah hat wahrlich die Macht, ihnen zu helfen .... jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten: "Unser Herr ist Allah.""  (Koran 22:39-40)

In diesem Vers wird das allereste Mal den Muslimen erlaubt zu kämpfen.
Es ist eindeutig zu ersehen, dass es um Notwehr geht. Sie sollen gegen jene kämpfen die sie zuerst bekämpft haben und vertrieben haben.
Die obigen Verse finden sich im Kapitel „Die Pilgerfahrt“, in dem den Muslimen die Pilgerfahrt zur Kaaba in Mekka vorgeschrieben wird.

Die Erlaubnis zum Kampf gilt also als Verteidigung für den Fall dass die Muslime (die zu der Zeit bereits aus Mekka vertrieben wurden und sich in Medina niedergelassen hatten) in Mekka während der Pilgerfahrt angegriffen werden.

Bevor dieser Vers offenbart wurde hatte der Prophet den Muslimen den Kampf nicht erlaubt- obwohl sie verfolgt und angegriffen wurden:

„Die Gefährten des Propheten kamen zu ihm und beschwerten sich bei ihm darüber, dass die Götzendiener in Mekka sie bekämpften und ihnen schwere körperliche Verletzungen zufügten woraufhin Mohammed antwortete: „Seid standhaft! Mir wurde die Erlaubnis zum Kampf nicht gegeben!““
(Erläuterungen des Koran zu 22:39 „Asbab an-Nuzul“ von Al-Wahidi)

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Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist...  (Koran 2:216)

Obige Verse wurden bezüglich einer bestimmten Begebenheit offenbart: Kurz nach der Auswanderung von Mekka nach Medina überfielen einige Gefährten des Propheten ohne dessen Erlaubnis (!) eine Karawane jener Mekkaner von denen sie einst vertrieben wurden. Dies ereignete sich in den „heiligen Monaten“, in denen der Kampf verboten ist. Ein Mekkaner kam dabei ums Leben.
Dieses Ereignis nahmen die Mekkaner anschließend zum Vorwand, die erste große militärische Aktion gegen die Muslime zu beginnen, die „Schlacht von Badr“.
Der Aufruf Vorgeschrieben ist euch der Kampf bezieht sich also auf die Schlacht von Badr, die von den Polytheisten in Mekka angefangen wurde, und nicht vom Propheten Mohammed! Es ist also ein Aufruf zur Verteidigung!
(„The Sealed Nectar“ von Safiur Rahman Mubarakpur)

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„Sie befragen dich über das Kämpfen im heiligen Monat. Sprich: Das Kämpfen in ihm ist schwerwiegend. Doch die Menschen vom Weg Gottes abzubringen und nicht an ihn zu glauben und den Zutritt zur heiligen Moschee zu verwehren und deren Bewohner daraus zu vertreiben, wiegt schwerer bei Allah. Und die Verführung (zum Unglauben) ist schwerwiegender als Töten. Und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind.“  (Koran 2:217)

Diese Verse wurden bezüglich der Gefährten Mohammeds offenbart, die Gewissensbisse hatten weil sie ohne die Erlaubnis des Propheten die Karawane der Quraisch angegriffen hatten und zwar im heiligen Monat in dem das Kämpfen verboten ist.
(„The Sealed Nektar“)

Verführung zum Unglauben“ bedeutet in diesen Versen die Bekämpfung und gewaltsame Vertreibung unschuldiger Gläubiger („...und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind...“)

Dennoch ist die Aussage „...und die Verführung (zum Unglauben) ist schwerwiegender als Töten...“ kein Aufruf zum Töten!

Es wird nur verkündet, dass aus Sicht Gottes die eine Sache schwerwiegender ist als die andere. Es wird nirgends zum Töten aufgerufen! Denn als die Muslime in Mekka verfolgt, vertrieben und misshandelt wurden, hat Mohammed keinen der Übeltäter deswegen getötet oder töten lassen. Und auch später nach der Auswanderung nach Medina hat er die an Medina vorbeiziehenden Karawane der Quraisch aus Mekka nicht angreifen lassen, obwohl er dies hätte können. Der erstmalige Angriff auf die Karawane der Quraisch fand ohne seine Erlaubnis statt!! Jedesmal wenn Karawane der Mekkaner an Medina vorbeizogen ließ Mohammed sie beobachten, aber nie angreifen! („The Sealed Nectar“)

Es gilt das Tötungsverbot:

Jeder, der einen Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden – tötet gleichsam die ganze Menschheit.“ (Koran 5:32)

 Im Fall von „Verführung zum Unglauben“ ohne Gewaltanwendung ist Nachsicht geboten:

"Viele Schriftbesitzer hegen den Wunsch, euch vom Glauben wieder zum Unglauben zurückzuführen...Verzeiht ihnen! Vergebt ihnen! Und wartet, bis Gottes Wille geschieht! Gottes Allmacht umfaßt alles."  (Koran 2:109)

Allah sagt im Koran, dass selbst wenn einem vorher Unrecht geschehen ist, man sich nicht zu Gewalt verleiten lassen darf:

"...und laßt euch nicht durch den Haß, den ihr gegen Leute hegt, weil sie euch von der heiligen Moschee abgehalten haben, zu Übergriffen verleiten..."  (Koran 5:2)

 "Das sind die Gläubigen, ...die alles geduldig ertragen, was ihnen geschieht, ..." (Koran 22:35)

„...und dem, der Allah fürchtet, verschafft Er einen Ausweg und versorgt ihn in der Art und Weise, mit der er nicht rechnet. Und wer auf Allah vertraut – für den genügt Gott. Wahrlich, Allah setzt durch, was Er will. Siehe, Allah hat für alles ein Maß bestimmt.“(Koran 65:2 ff.)

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„Und wenn Wir ihnen vorgeschrieben hätten: Tötet euch selbst oder zieht aus euren Wohnstätten aus, sie hätten es nicht getan, bis auf wenige von ihnen. Würden sie doch das tun, wozu sie ermahnt werden, es wäre sicher besser für sie und würde sie stärker festigen.“ (Koran 4:66)

Hier geht es auf keinen Fall um Selbstmord!!! Selbstmord ist im Islam verboten:

„Und tötet euch nicht selber.“  (Koran 4:29)

"Zu sterben steht niemandem zu, es sei denn mit Allahs Erlaubnis - ein Beschluss mit vorbestimmter Frist.“
(Koran 3:145)

Es geht in diesen Versen darum, die sogenannten „Heuchler“ (siehe 4:61) zu entlarven, d.h. diejenigen die nur vorgeben gläubig zu sein.
Denn ein Gläubiger vertraut bedingungslos auf das was ihm Gott vorschreibt, wie die Geschichte Abrahams zeigt (Koran 37:102-107) der bereit gewesen wäre seinen Sohn zu opfern. Gott ließ aber nicht zu, dass er tatsächlich seinen Sohn opfert sondern wollte ihn nur prüfen.
Und die „Heuchler“ würden dies nicht tun, weil sie nur vortäuschen Gläubige zu sein und deshalb nicht bereit wären ihr Leben zu riskieren für Gott und ihre Häuser und ihr Hab und Gut für den Glauben aufzugeben, so wie es die Anhänger des Propheten bei der Auswanderung von Mekka nach Medina taten.

Sie riskierten ihr Leben indem sie zu ihrem Glauben standen trotz der Tatsache, dass sie verfogt, vertrieben und misshandelt wurden.
Es geht darum sein Leben zu riskieren im Kampf gegen Unterdrücker, Tyrannen und die Feinde des Propheten:

„Denjenigen, die ausgewandert und aus ihren Wohnstätten vertrieben worden sind und auf meinem Weg Leid erlitten haben, die gekämpft haben und getötet worden sind...“  (Koran 3:195)

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„So sollen diejenigen, die das diesseitige Leben gegen das Jenseits verkaufen, auf dem Weg Gottes kämpfen. Und wer auf dem Weg Gottes kämpft und daraufhin getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen großartigen Lohn zukommen lassen.“ (Koran 4:74)

„Diejenigen, die glauben, kämpfen auf dem Weg Gottes. Und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Weg der Götzen. So kämpft gegen die Freunde des Satans. Die List des Satans ist schwach.“ (Koran 4:76)

„Sie möchten gern, ihr würdet ungläubig, wie sie ungläubig sind, so daß ihr ihnen gleich würdet. So nehmt euch niemanden von ihnen zum Beschützer, bis sie auf dem Weg Gottes auswandern. Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von ihnen zum Helfer.“ (Koran 4:89)

In diesen Versen, die zum geht es eindeutig ausschließlich um diejenigen „Ungläubigen“  die:
-zuerst angreifen,
-keinen Frieden wollen

„Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht den Frieden anbieten und ihre Hände nicht zurückhalten, dann greift sie und tötet sie...“  (Koran 4:91)

Aus 4:76 geht hervor, dass es sich nur um unwahrscheinlich bösartige, teuflische Leute handeln kann.

Es geht keinesfalls um „normale“ und „friedliche“ Ungläubige oder Andersgläubige, sondern nur um solche die unbedingt Krieg wollen und mit denen keine friedliche Einigung möglich ist.
Keine Zivilisten, keine Unbeteiligten können hier gemeint sein wie aus 4:91 hervorgeht!!!

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„Als dein Herr den Engeln eingab: »Ich bin mit euch. Festigt diejenigen, die glauben. Ich werde den Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt ihnen auf die Nacken und schlagt auf ihre Finger.““ (Koran 8:12)

„Nicht ihr habt sie getötet, sondern Gott hat sie getötet.“  (Koran 8:17)

„Und wenn du nur zuschauen könntest, wenn die Engel diejenigen abberufen, die ungläubig sind: Wie sie sie von vorn und hintern schlagen und sprechen: »Kostet die Pein des Feuerbrandes.“ (Koran 8:50)

„Und rüstet gegen sie, was ihr an Kraft und an einsatzbereiten Pferden habt...“ (Koran 8:60)

„Kein Prophet darf Kriegsgefangene haben, solange er nicht die Gegner überall im Land vollständig niedergekämpft hat.“ (Koran 8:67)

(Übrigens, Kriegsgefangene müssen wieder freigelassen werden, siehe Koran 47:4)

Obige Verse wurden bezüglich der „Schlacht von Badroffenbart. (siehe Tafsir von „Sayyid Abul Ala Maududi“)
Die „Schlacht von Badr“ wurde nicht von den Muslimen  begonnen, sondern von den Polytheisten in Mekka (siehe weiter oben)!

Es geht hier also einzig und allein um Verteidigung in einem Krieg der den Muslimen aufgezwungen wurde!!

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„Dies ist eine Aufkündigung durch Gott und Seinen Gesandten an die Götzendiener, mit denen ihr ein Bündnis geschlossen hattet, das sie gebrochen haben.“  (Koran 9:1)

„Wenn aber die Götzendiener, mit denen ihr bereits ein Bündnis geschlossen habt, alles voll und ganz eingehalten haben und niemandem gegen euch beigestanden haben, müßt ihr das Bündnis mit ihnen voll und ganz und bis zur vereinbarten Frist einhalten. Gott liebt die Frommen.“ (Koran 9:4)

„Wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf. Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen: Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“ (Koran 9:5)

„Sollte einer der Götzendiener dich um Schutz bitten, mußt du ihn beschützen, damit er Gottes Worte hört. Gewähre ihm Asyl! Das sind nämlich Menschen, die um die Offenbarung nicht wissen.“ (Koran 9:6)

„Anders steht es mit jenen, mit denen ihr bei der Heiligen Moschee ein Bündnis geschlossen habt. Wenn sie euch gegenüber korrekt sind, seid korrekt mit ihnen! Gott liebt die Frommen.“ (Koran 9:7)

„Die Götzendiener achten keine Bindung und keine Verpflichtung gegenüber einem Gläubigen; und sie sind die Übertreter.“ (Koran 9:10)

„Wenn sie aber nach ihrem Vertrag ihre Eide brechen und euren Glauben angreifen, dann bekämpft die Anführer des Unglaubens - sie halten ja keine Eide ...“ (Koran 9:12)

„Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und die den Gesandten zu vertreiben planten - sie waren es ja, die euch zuerst angegriffen haben.“ (Koran 9:13)

„Ihr sollt die Götzendiener ohne Ausnahme bekämpfen, wie sie euch ohne Ausnahme bekämpfen.“ (Koran 9:36)

Obige Verse wurden bezüglich der großen Pilgerfahrt zur Kaaba nach Mekka im Jahre 9 nach der Hidschra offenbart, nachdem Mekka bereits von den Muslimen erobert wurde. (Tafsir von Sayyid Abul Ala Maududi)

Es geht darum, nach Ablauf der heiligen Monate diejenigen Feinde der Muslime zu bekämpfen die die Friedensverträge gebrochen haben.
Hier sind nur solche Leute gemeint, die den Frieden brechen und zuerst angreifen, was eindeutig aus den Versen hervorgeht!!

Und selbst dann muss man ihnen Schutz gewähren, falls sie Schutz bei den Muslimen suchen. Auch wenn sie ungläubig sind!
Die Verse besagen deutlich dass, diejenigen die keinen Krieg wollen und Friedensverträge einhalten ausgenommen sind!

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„Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben ...“ (Koran 9:29)

 „O die ihr glaubt, was ist mit euch, daß ihr euch schwer zur Erde sinken lasset, wenn euch gesagt wird: "Rückt aus zum Kampf für Gottes Sache?““
(Koran 9:38)

„Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet!“ (Koran 9:41)

Prophet! Führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler und sei hart gegen sie! Die Hölle wird sie aufnehmen, - ein schlimmes Ende! (Koran 9:73)

„Gott hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Vermögen dafür erkauft, daß ihnen der Paradiesgarten zuteil wird. Sie kämpfen für Gottes Sache. Sie töten und werden getötet.“ (Koran 9:111)

„O die ihr glaubt, kämpfet gegen die Ungläubigen in eurer Nähe und laßt sie in euch Härte finden; und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“  (Koran 9:123)

Diese Verse wurden bezüglich dem Feldzug nach Tabuk offenbart.  (Tafsir von Sayyid Abul Ala Maududi)

Es wurde gegen die Byzantiner aufgerüstet, die eine Armee gegen den Propheten aufbereiteten und die Verbündeten der Ghassaniden waren, die bereits einen friedlichen Boten der Muslime töten ließen. („The Sealed Nectar“)
Es geht also auch hier um Verteidigung!

Denn es ist verboten, andere zum Islam zu zwingen:

"Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?"  (Koran 10:99)

"Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion."  (Koran 109:6)

"Dem Gesandten obliegt nur die Verkündigung... "  (Koran 5:99)
 
Die Verse müssen also unbedingt im geschichtlichen Zusammenhang betrachtet werden und dürfen nicht aus dem Kontext gerissen werden!!

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„Und Er ließ diejenigen von den Leuten des Buches, die ihnen Beistand geleistet hatten, aus ihren Burgen heruntersteigen. Und Er jagte ihren Herzen Schrecken ein, so daß ihr einen Teil von ihnen getötet und einen Teil gefangengenommen habt.“ (Koran 33:26)

Diese Verse handeln von der Begebenheit mit den Banu Quraiza (Tafsir ibn Kathir), die einen Angriff auf den Propheten planten und es deshalb zum Kampf zwischen ihnen und den Muslimen kam (siehe „The Sealed Nectar“). Auch hier geht es also eindeutig um Verteidigung!

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In folgenden Versen geht es um Leute die fälschlicherweise behaupten, dass gewisse Gruppen Krieg gegen die Muslime begonnen hätten, um durch Lügen und List Krieg hervorzurufen!!  (siehe Tafsir ibn Kathir)
„Verflucht sind sie. Wo immer man sie trifft, wird man sie ergreifen und unerbittlich töten.“ (Koran 33:61)

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Gemäß Ibn Kathir wurden folgenden Verse kurz nach oder während der Schlacht von Badr offenbart, die von den Gegnern der Muslime begonnen wurde und die Muslime also auf Verteidigungsbasis agierten:

„Wenn ihr auf die Ungläubigen trefft, dann schlagt ihnen auf die Nacken. Wenn ihr sie schließlich niedergekämpft habt, dann schnürt ihnen die Fesseln fest. Danach gilt es, sie aus Gnade oder gegen Lösegeld zu entlassen...“ (Koran 47:4)

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In folgenden Versen geht es um die  Banu Nadir (ibn Kathir), die den Friedensvertrag brachen und einen Mordanschlag auf den Propheten planten („The Sealed Nectar“).

Als Mohammed und seine Gefährten den Anschlag abwehrten und im Kampf die Oberhand gewannen, verschanzten sich die Banu Nadir in ihren Festungen. Später gaben sie auf und kamen aus ihren Festungen herraus.

„Da kam Gott über sie, von wo sie nicht damit rechneten, und jagte ihren Herzen Schrecken ein, so daß sie ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und durch die Hände der Gläubigen zerstörten...“ (Koran 59:2)

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Folgender Vers wurde bezüglich der Schlacht von Uhud offenbart bei der einige der Gefährten Mohammeds flohen und ihn im Kampf allein ließen (Tafsir ibn Kathir).
Die Schlacht von Uhud wurde von den Quraish begonnen!!
Die Muslime verteidigten sich gegen den Angriff („The Sealed Nectar“).

„Gott liebt die, die auf seinem Weg kämpfen in einer Reihe, als wären sie ein festgefügter Bau.“ (Koran 61:4)

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Über diese Verse ist der geschichtliche Kontext  nicht eindeutig bekannt. Es kann sich aber selbstverständlich nur um Verteidigung handeln, wie aus anderen eindeutigen Aussagen im Koran zu entnehmen ist:

„O Prophet, setze dich gegen die Ungläubigen und die Heuchler ein und fasse sie hart an. Ihre Heimstätte ist die Hölle - welch schlimmes Ende!“  (Koran 66:9)

Nur die Verteidigung ist erlaubt:

"Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein."  (Koran 60:8)

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. "
(Koran 8:61)

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Folgende Verse (5:33) sind bezüglich einer Begebenheit offenbart worden, bei der einige Leute einen Kamelhirten der Muslime töteten und dessen Kamele raubten(Sahih Muslim, Book 016, Hadith 4131, engl. Vers.)

Die Strafe für Raubmord zur damaligen Zeit war es, jeweils Hand und Fuß des Täters abzuschneiden (da es keine Gefängnisse gab).

Diese Strafe wurde nicht vom Koran eingeführt, sondern bestand bereits!
Im Koran wird demnach diese Strafe die die Menschen damals selber festgelegt haben belassen, es wird aber eine mildere Methode zur Verfügung gestellt:
Nämlich der Verweis des Landes!

„Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde Unheil stiften, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen eine Hand und ein Fuß wechselseitig abgeschnitten werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden...“ (Koran 5:33)

Was die „Kreuzigung“ angeht, so kann man diese Art von Strafe nur als Abschreckung und nicht als tatsächlich ausführbar ansehen, denn:

Der Prophet hat niemals, in keinem einzigen Fall diese Art von Strafe angewandt!!!

Da die Grausamkeit eines Todes durch Kreuzigung der Botschaft des Islam, die auf Barmherzigkeit, Milde und Nachsicht beruht widerspricht, kann die „Kreuzigung“ nicht als tatsächlich auzuführende Strafe angesehen werden.

Im Islam darf die Strafe niemals das begangene Unrecht überschreiten! Des Weiteren sind im Islam Nachsicht und Vergebung geboten!

"Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein. Dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt nicht die Ungerechten." (Koran 42:40)

Der Gesandte Allahs sagte: "Demjenigen, dem es an Güte und Milde mangelt, dem mangelt es an allem Guten."  (Muslim, Book 032, Hadith 6272, engl. Vers.)

Der Gesandte Allahs sagte: "Gott ist barmherzig zu den Barmherzigen. Wenn du barmherzig zu denen auf Erden bist wird der Allmächtige auch barmherzig zu dir sein im Jenseits."  (Abu Dawood, Book 41, Hadith 4923, engl. Vers.)

Der Gesandte Allahs sagte: „Allah teilte die Barmherzigkeit in hundert Teile und er behielt neun-und-neunzig Teile bei sich. Den einen anderen Teil  sandte er auf die Erde und es ist aufgrund dieses einen Teils dass die Geschöpfe barmherzig miteinander sind so dass sogar die Stute ihre Hufen hebt, damit sie nicht auf ihr Junges trampelt.“ (Bukhari, Book 73, Hadith 29, engl. Vers.)

***
„Wenn ihr nicht zum Kampf ausrückt, peinigt Er euch mit einer schmerzhaften Pein und nimmt an eurer Stelle ein anderes Volk, und ihr könnt Ihm keinen Schaden zufügen. Gott hat Macht zu allen Dingen.“ (Koran 9:39)

In diesen Versen geht es nicht um Angriff, sondern um Verteidigung gegen diejenigen, die Gewalt und Unfrieden stiften.

Es geht eindeutig um Verteidigung:

„Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und die den Gesandten zu vertreiben planten - sie waren es ja, die euch zuerst angegriffen haben.“ (Koran 9:13)

Die Worte in 9:39 klingen hartherzig, aber man darf nicht vergessen dass die Barmherzigkeit Gottes seinen Zorn übersteigt!!

Der Gesandte Allahs sagte: „Als Allah die Schöpfung vollendete, schrieb er in dem Buch neben seinem Thron: „Meine Barmherzigkeit überwältigt meinen Zorn.“ (Bukhari, Book 54, Hadith 416, engl. Vers.) 

Allah würde einen Gläubigen, auch wenn er sündigt, nicht ins Feuer werfen wenn er bereut:

Als der Gesandte Allahs und einige seiner Gefährten an einer Frau vorbei kamen, die ihr Kind voller Hingabe säugte fragte der Prophet: “Glaubt ihr, dass diese Frau ihr Kind ins Feuer werfen könnte?” Die Gefährten antworteten: „Niemals, oh Gesandter Allahs!“ Und der Prophet fuhr fort: „Allah ist barmherziger zu seinen Dienern als diese Frau zu ihrem Kind.“ (Bukhari, Book 73, Hadith 28, engl. Vers.)

“…Allah sagte: “Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge.” (Koran 7:156)

"Sprich: ""O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige." (Koran 39:53)

„Wer Böses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung bittet, wird Gott voller Vergebung und Barmherzigkeit finden.“ (Koran 4:110)

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