Kämpfe und Schlachten des Propheten

Alle Kämpfe des Propheten fanden  immer auf Basis der Verteidigung statt!

Kriege oder Kämpfe dürfen im Islam niemals gegen friedlich gesinnte Menschen oder Gruppen angefangen werden!

Im Islam ist nur der Verteidigungs-Krieg erlaubt.

Dieses globale Prinzip wird unter anderem aus folgendem Koranvers entnommen:

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. "  (Koran 8:61)

Die Behauptung, der Prophet hätte den Islam mit dem Schwert durchgesetzt ist eine dreiste Lüge!

Im Islam gibt es keinen Zwang im Glauben:
"Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem falschen..."  (Koran 2:256)

Wie alles begann

(Basierend auf der Biographie des Propheten „The Sealed Nectar“ von Safiur Rahman Mubarakpur)

Alles begann damit, dass die Muslime in Mekka verfolgt, unterdückt, gefoltert und vertrieben wurden weil sie den Propheten Mohammed als Gesandten Gottes akzeptierten.

Die Muslime flohen aufgrund dessen nach Medina, wo sie vom dort ansässigen Volk (die sogenannten „Ansar“) aufgenommen wurden.

Trotz der Flucht nach Medina blieben die Leute aus Mekka den immer zahlreicheren Muslimen feindlich gesinnt, aus Angst um deren politischen und religiösen Vormachtstellung.

Deshalb entsandte der Prophet jedesmal wenn die Handels-Karawane der Mekkaner an Medina vorbeikamen Truppen, um die Karawane zu beobachten und eine eventuelle Attacke abzufangen bevor diese Medina erreichen.

Die Entsendung der muslimischen Truppen hatte niemals eine Plünderung oder Attacke einer friedlichen Karawane zum Ziel, da es im Islam verboten ist, friedlich gesinnte Leute anzugreifen:

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. "  (Koran 8:61)

Des Weiteren haben materielle Dinge keinen wirklichen Wert. Plünderungen der Karawane allein der Aneignung wertvoller Güter wegen würden dem Koran widersprechen:

„Und das irdische Leben ist nichts als ein trügerischer Genuß.“ (Koran 3:185)

Eines Tages beschlossen einige der Muslime eigenständig, ohne die Erlaubnis oder das Wissen des Propheten (siehe auch Tafsir ibn Kathir zum Koranvers 2:217), eine Karawane anzugreifen und zu plündern, wobei es ein Todesopfer auf Seiten der Mekkaner gab. Obwohl der Prophet die Mekkaner aufklärte, dass er den Angriff nicht veranlasst hatte und sich entschuldigte wollten die Mekkaner Vergeltung. Und so begann ein nimmer endender Konflikt.

Wenn man die einzelnen Auseinandersetzungen und deren Auslöser näher betrachtet, erkennt man, dass der Prophet niemals Kämpfe angefangen hat, sondern entweder Angriffe abgewährt oder Angriffen (von denen er aus zuverlässiger Quelle vorher erfuhr) mit einem Präventivangriff vorgebeugt hat.


Abgesehen davon gibt es im Islam strikte Kriegsregeln:

Der Prophet Mohammed sagte: „Tötet keine Kinder, Frauen oder kranke oder alte Menschen!“  (Abu Dawud, Book 14, Hadith 2608, engl. Vers.)

Abu Bakr sagte: “Ich rate euch zehn Dinge: Tötet keine Frauen, tötet keine Kinder, tötet keine alten, kranken Menschen, fällt keine Bäume, zerstört keine bewohnten Gebiete oder Häuser, tötet keine Kamele, tötet keine Schafe es sei den zu Ernährungszwecken, verbrennt und vertreibt keine Bienen, stehlt nicht von der Kriegsbeute und seid nicht feige!“  (Malik Muwatta, Book 21, Hadith 21.3.10, engl. Vers.)

Glaubwürdigkeit der Quellen

Bevor man die Ereignisse in den Schlachten zu Lebzeiten des Propheten betrachtet, muss man sich bewusst machen, was die Quellen sind auf die man sich bezieht.
Es gibt Erzählungen in den Biographien und in den Hadithen. Dabei muss man unterscheiden, welche davon als authentisch einzustufen sind und welche nicht!
Die Autoren der Biographien des Propheten wie Ibn Sa’ad, Waqidi, ibn Ishaq, Tabari, ibn Hisham, etc. sind lediglich Historiker! Keine Hadith-Wissenschaftler! Das heißt, sie haben lediglich alle Erzählungen gesammelt- unabhängig davon ob authentisch oder falsch!

Enorm viele Erzählungen in den Biographien Mohammeds sind Lügen!

Diese Sammlungen waren dafür bestimmt später an die Hadith-Experten übergeben zu werden, damit diese entscheiden, welche der Erzählungen als glaubwürdig und welche als unglaubwürdig einzustufen sind.

Davon abgesehen: Selbst wenn ein Hadith als authentisch eingestuft ist, muss das noch nicht heißen, dass er zu 100% verlässlich ist, denn nur wenn er mit dem Koran vereinbar ist kann er als verlässlich angesehen werden!!

Der Koran ist die einzige Quelle, die vor Verfälschungen und Lügen geschützt ist, da er noch zu Lebzeiten des Propheten niedergeschrieben wurde!!

Denn selbst wenn ein Hadith als authentisch eingestuft ist, kann es sein dass einer der Erzähler ohne dass jemand je etwas bemerkt hat ein Heuchler war oder später den Propheten verraten hat und Lügen erfunden hat.
Der Prophet selber hat das in einer Überlieferung vorausgesagt:

Abdullah berichtet, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ich werde vor euch am Becken (haud al-kauthar, am Tag der Auferstehung) sein und einige von euch werden nicht zu mir gelassen werden und ich werde mich für einige Leute einsetzen und sagen: „Mein Herr, das sind meine Gefährten! Das sind meine Freunde!“ Und es wird gesagt werden: „Du weißt nicht, was sie nach deinem Tod gemacht haben.“ (Sahih Muslim, Book 030, Hadith 5684 und 5690, engl. Vers.)

Schlachten und Kriege, geführt oder angeordnet vom Propheten Mohammed mit ihren jeweiligen Auslösern/Gründen:

Quelle: „The Sealed Nectar“ von Safiur Rahman Mubarakpur

Karavanen Konfrontationen:
Das Ziel der Konfrontationen mit den Karavanen war niemals deren Plünderung oder deren Angriff, sondern Hersausfinden, ob diese einen Angriff planen und im Falle eines Angriffs abzufangen bevor sie Medina erreichen können!!
Die Handels-Karavanen der Quraish (die Leute, die die Muslime verfolgt und aus Mekka vertrieben haben!) kommen auf ihrer Handels-Route zu den Städten mit denen sie Handel betreiben (meist Syrien) an Medina (Ort wo sich die Muslime niedergelassen haben) vorbei.
Jedes Mal wenn eine Karavane an Medina vorbei kam mussten die Muslime auf der Hut sein, da die Quraish es immer noch auf die Muslime abgesehen hatten aus Angst um ihrer Vormachtstellung im gesamten Gebiet. Das war der Grund, warum die Karavane abgefangen wurden: um herauszubekommen, ob sie Übles im Schilde führen und Medina angreifen wollen!
Sechs derartige Konfrontationen fanden statt, ohne dass es zum Kampf kam- bis zum „Nekhla“-Streifzug!

Nekhla-Streifzug
Bei diesem Streifzug in 624 n.Chr. ging es um eine Karavane der Quraisch, die nach Syrien reiste um dort Handelsgüter zu besorgen. Der Prophet Mohammed veranlasste den Streifzug, nahm aber nicht daran teil. Die Gefährten des Propheten entschlossen sich eingenmächtig, ohne die Erlaubnis des Propheten, die Karavane anzugreifen und zu plündern. Und das, obwohl sie sich in einem heiligen Monat befanden, in dem es vorboten war zu kämpfen. Dabei nahmen sie zwei Geiseln und es gab ein Todesopfer auf Seiten der Quraisch. Der Prophet missbilligte und kritisierte diese Handlungen seiner Gefährten.
Als die Gefährten schließlich ihren Fehler realisierten und von Gewissensbissen geplagt wurden, offenbarte Allah dem Propheten folgende Verse:
"Sie befragen dich über das Kämpfen im heiligen Monat. Sprich: "Das Kämpfen in ihm ist schwerwiegend. Doch das Abbringen vom Weg Allahs und nicht an Ihn zu glauben und den Zutritt zur heiligen Moschee zu verwehren und deren Bewohner daraus zu vertreiben, ist schwerwiegender vor Allah. Und die Verführung (zum Unglauben) ist schwerwiegender als Töten. Und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind.""  (Koran 2:217)

Verführung zum Unglauben“ bedeutet in diesen Versen die Bekämpfung und gewaltsame Vertreibung unschuldiger Gläubiger („...und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind...“)

Dennoch ist die Aussage „...und die Verführung (zum Unglauben) ist schwerwiegender als Töten...“ kein Aufruf zum Töten!
Es wird nur verkündet, dass aus Sicht Gottes die eine Sache schwerwiegender ist als die andere. Es wird nirgends zum Töten aufgerufen!

Denn als die Muslime in Mekka verfolgt, vertrieben und misshandelt wurden, hat Mohammed keinen der Übeltäter deswegen getötet oder töten lassen. Und auch später nach der Auswanderung nach Medina hat er die an Medina vorbeiziehenden Karawane der Quraisch aus Mekka nicht angreifen lassen, obwohl er dies hätte können. Der erstmalige Angriff auf die Karawane der Quraisch fand ohne seine Erlaubnis statt!! Jedesmal wenn Karawane der Mekkaner an Medina vorbeizogen ließ Mohammed sie beobachten, aber nie angreifen!
(„The Sealed Nectar“)

Es gilt das Tötungsverbot:
Jeder, der einen Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden – tötet gleichsam die ganze Menschheit.“ (Koran 5:32)

Im Fall von „Verführung zum Unglauben“ ohne Gewaltanwendung ist Nachsicht geboten:
"Viele Schriftbesitzer hegen den Wunsch, euch vom Glauben wieder zum Unglauben zurückzuführen...Verzeiht ihnen! Vergebt ihnen! Und wartet, bis Gottes Wille geschieht! Gottes Allmacht umfaßt alles." (Koran 2:109)

Allah sagt im Koran, dass selbst wenn einem vorher
Unrecht geschehen ist, man sich nicht zu Gewalt verleiten lassen darf:

"...und laßt euch nicht durch den Haß, den ihr gegen Leute hegt, weil sie euch von der heiligen Moschee abgehalten haben, zu Übergriffen verleiten..."  (Koran 5:2)

 "Das sind die Gläubigen, ...die alles geduldig ertragen, was ihnen geschieht, ..." (Koran 22:35)

„...und dem, der Allah fürchtet, verschafft Er einen Ausweg und versorgt ihn in der Art und Weise, mit der er nicht rechnet. Und wer auf Allah vertraut – für den genügt Gott. Wahrlich, Allah setzt durch, was Er will. Siehe, Allah hat für alles ein Maß bestimmt.“
(Koran 65:2 ff.)

Die Schlacht von Badr
Gründe für die Eskalation: Wie oben beschrieben plünderten  die Gefährten des Propheten ohne das Wissen oder die Erlaubnis Mohammeds eine Karawane der Quraish und töten dabei einen der Quraish. Daraufhin entsenden die Quraish eine Armee gegen die Muslime.
Die Karawane, die in Nakhla von den Muslimen ohne das Wissen des Propheten angegriffen wurde, bekam bei der Rückkehr aus Syrien Verstärkung von den Quraish aus Mekka. Da die Karawane wertvolle Güter transportierten und angesichts dessen, was beim Hinweg passiert war ist offensichtlich, dass die Quraish einen weitern Angriff befürchteten und dass sie den Angriff der Muslime nicht ungesühnt lassen würden. Das war der Grund für den Ausbruch der Schlacht von Badr!
Behauptungen, dass die Muslime vorhatten, die aus Syrien rückkehrende Karavane nochmal aufgrund der wertvollen Güter anzugreifen ist falsch, denn dies widerspricht dem Prinzip des Islam, dass die materiellen „Güter dieser Welt“ für Muslime keinen Wert haben und dass Stehlen verboten ist!

Und richte deinen Blick nicht auf das, was Wir einigen von ihnen zu kurzem Genuß gewährten - den Glanz des irdischen Lebens -, um sie dadurch zu prüfen. Denn die Versorgung deines Herrn ist besser und bleibender. (Koran 20:131)

Anm.: Kriegsbeute ist zwar erlaubt, aber ein Krieg darf niemals von Muslimen aus rein materialistischen Gründen geführt werden und niemals ohne Notwehr geführt werden. Ein Muslim darf nur im Sinne der Verteidigung Krieg führen!!!

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. " (Koran 8:61)

 Deshalb sind alle Behauptungen, dass der Prophet friedliche Karawanen geplündert haben soll eine Lüge!!

Angebliche Ermordung von Asma bint Marwan,  Abu Afak, Ka’b ibn al Ashraf oder Abu Rafi
Es gibt Erzählungen, in denen es heißt dass der Prophet Leute ermorden ließ weil diese Poesie verbreiteten, die den Propheten verhöhnten, muslimische Frauen entwürdigend beschimpften und andere Leute dazu anstachelten den Propheten zu ermorden. Diese Erzählungen sind ziemlich fragwürdig in Bezug auf Glaubwürdigkeit, da erstens Allah den Propheten vor einer Ermordung schützt:

Der Prophet war auf einem Feldzug und hängte sein Schwert an einen Baum um sich zum Schlafen zu legen. Als er die Augen wieder aufmachte sah er einen Beduinen, der sich sein Schwert angeeignet hatte und ihm drohend sagte: „Wer wird dich gegen mich schützen?“ Daraufhin antwortete Mohammed: „Allah.“  (Bukhari, Book 52, Hadith 158, engl. Vers.)

Zweitens:
Es besteht ein krasser Widespruch zum Koran, der besagt dass man bei Verspottung und auch gegenüber seinen Feinden geduldig bleiben soll und die Provokationen nicht beachten soll:

„Wir haben für jeden Propheten Feinde bestimmt, Satane aus den Reihen von Menschen und Dschinn, ... Allah läßt das zu, um die wahrhaft Gläubigen zu prüfen. Wende dich von ihnen und ihren Lügen ab!“ (Koran 6:112)
 „Und ertrage geduldig alles, was sie reden. Und halte dich von ihnen in angenehmer Weise zurück. Und überlasse mir diejenigen, die leugnen und sich des Wohllebens erfreuen, und gewähre ihnen eine kurze Frist.“
(Koran 73:10-11)

„Wir wissen wohl, daß dich das betrübt, was sie sagen; denn wahrlich, nicht dich bezichtigen sie der Lüge, sondern es sind die Zeichen Allahs, welche die Ungerechten verwerfen. Es sind bereits vor dir Gesandte als Lügner bezeichnet worden; doch, obgleich sie verleugnet und verfolgt wurden, sie blieben geduldig, bis Unsere Hilfe zu ihnen kam...“
(Koran 6:33)

"Die gute Tat ist der schlechten nicht gleichzustellen. Erwidere die schlechte, die dir geschieht, mit einer guten! So wird derjenige, mit dem eine Feindschaft bestand, zu einem engen Freund." (Koran 41:34)

"Durch Gottes Barmherzigkeit gehst du sanft mit ihnen um. Wärest du schroff und hartherzig gewesen, hätten sie sich von dir abgewandt. So verzeih ihnen, bitte Gott für sie um Vergebung, und berate dich mit ihnen!..." (Koran 3:159)

Sawiq-Überfall
Abu Sufyan, der Anführer der Quraish in Mekka war nach der Niederlage in Badr auf Vergeltung aus und überfiel deshalb mit ca. 200 Mann bei Nacht einen Vorort von Medina, brannte dessen Kornfelder nieder und tötete dabei zwei Muslime. Die Truppen Mohammeds brachen zu deren Verfogung auf, konnten sie aber nicht mehr einholen.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Ghatafan bzw. Dhu Amar Invasion 
Kurz nach dem Sawiq-Überfall unterrichteten einige Informanten den Propheten, dass Truppen des Ghatafan Stammes in Dhu Amar bei Nejd sich zu einem Angriff versammelten. Daraufhin entsandte Mohammed ebenfalls Truppen um die Angreifer abzufangen. Die Ghatafan-Truppen ergriffen schließlich die Flucht.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Kampf mit den Bani Qaynuqa
Gründe für die Eskalation: Ein Muslim tötet in blinder Wut einen Juden, der die Kleider einer muslimische Frau entblößt hat. Daraufhin rächt ihn ein anderer Jude und so eskaliert der Krieg.
Vor diesem Ereignis hatten einige Juden der Bani Qaynuqa bereits die Muslime provoziert und andere gegen sie aufgehetzt. Demnach haben sie eindeutig den Friedensvertrag gebrochen der zwischen den Banu Qaynuqa und den Muslimen bestand. (siehe „The Sealed Nectar“)
 Die Reaktion des muslimischen Mannes in diesem Fall basiert dennoch nicht auf der Lehre des Islam. Denn die Tötung eines Menschen ist im Islam eine schwerwiegende Sünde!

Jeder, der einen Menschen tötet - außer als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden – tötet gleichsam die ganze Menschheit! (Koran 5:32)

„Unheilstiftung im Land“ bedeutet Tyrannei auf politischer Ebene, Kriegsanzettelung, Massaker- hat also nichts mit einer kleinen Gruppe einzelner Provokateure oder einem einzelnen Fall von „sexueller Belästigung“ zu tun.

Schlacht von Uhud
Gründe für die Kämpfe: Die Quraish aus Mekka griffen die Muslime in Medina an als Vergeltungsakt für deren Niederlage und den Verlust hochrangiger Leute der Quraish in der vorhergehenden Schlacht von Badr.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Hamra al-Asad Invasion
Breits kurz nach der Niederlage der Muslime in der Schlacht von Uhud dachten die Quraish während ihrer Rückkehr nach Mekka darüber nach, nocheinmal nach Medina zurückzukehren um ein für alle Mal die jetzt geschwächten Muslime auszulöschen. Zwei vom Propheten Mohammed beauftragte Informanten hatten dies ausfindig gemacht und dem Propheten mitgeteilt. Daraufhin organisierte Mohammed eine Expedition, um den Mekkanern entgegenzukommen. Er veranlasste die Anzündung einer Vielzahl von Lagerfeuern um eine starke Armee vorzutäuschen und brachte somit erfolgreich die Mekkaner dazu, ihre Pläne aufzugeben und nach Mekka zurückzukehren.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Qatan Invasion
Einige Informanten Mohammeds hatten herausbekommen, dass der Stamm Banu Asad bin Khuzaymah, ein mit den Quraish verbündeter Stramm einen Angriff auf Medina planten. Bereits kurz nach der Schlacht von Uhud hatten die Quraish aus Mekka vor, die wenigen Muslime die in der Schlacht von Uhud überlebt hatten ein für alle Mal „auszurotten“. Dieser Attacke kam der Prophet zuvor indem er eine Truppe zu den Banu Asad bin Khuzaymah in der Stadt Nejd, in der Nähe vom Qatan-Hügel entsandte.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Entsendung von Abdullah ibn Unais
Khaled bin Sufyan al-Hathali war der Anführer des sogenannten Lahyan Stammes. Informanten des Propheten hatten ausfindig gemacht, dass dieser eine Attacke auf Medina plant. Um dem entgegenzuwirken entsandte Mohammed seinen Gefährten Abdullah ibn Unais, um sich dem Anführer der Lahyan Stammes zu stellen während dieser unterwegs zum Nakhla-Stamm war um diesen zu einer gemeinsamen Attacke auf die Muslime zu bewegen. Es kam zu einem Kampf bei dem Khaled bin Sufyan al-Hathali ums Leben kam.
Die Tötung von Khaled bin Sufyan al-Hathali hatte später weitere Vergeltungsakte zur Folge.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Verbannung der Banu Nadir
Zu der Zeit als der Prophet sich in Medina niederließ lebten dort unterschiedliche, darunter jüdische Stämme wie z.B. die Banu Nadir. Einige Stämme in Medina waren bereits vor der Ankunft des Propheten miteinander verfeindet und so verfasste Mohammed einen Bündnisvertrag (auch bekannt als „die Verfassung von Medina“), unter dem alle dort lebenden Völker sich zum friedlichen Miteinander und Zusammenhalt verpflichten. Einige der Banu Nadir verstießen jedoch eines Tages gegen die Verfassung indem sie beschlossen den Propheten zu töten. Daraufhin ließ der Prohet die Banu Nadir des Landes verweisen, wogegnen sich die Banu Nadir zunächst wehrten indem sie sich in ihren Festungen verschanzten. Als die Muslime aber anfingen deren Dattelbäume abzuschlagen gaben sie schließlich nach.
(siehe „The Sealed Nectar“)
Es muss allerdings eines festgehalten werden:
Das Prinzip des Islam setzt voraus, dass lediglich die Juden, die sich offenkundig zur Feindschaft gegen die Muslime bekannten bestraft wurden. Falls es Juden der Banu Nadir gegeben hätte, die bekundet hätten, dass sie nichts mit dem Komplott zu tun hatten und nicht auf Feinschaft aus sind, dann dürfte gegen diese auch nicht vorgegangen werden, denn Unschuldige darf man laut Koran nicht bestrafen:

"Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen."  (Koran 16:126)

Die Verse 59:3-5 im Koran beziehen sich auf den Vorfall mit den Banu Nadir.

Zweite Schlacht von Badr
Bereits kurz nach der Schlacht von Uhud planten die Quraish aus Mekka, die wenigen Muslime die überlebt hatten zusammen mit dem Propheten ein für alle Mal auszulöschen. Deren Anführer Abu Sufyan hatte bereits von Anfang an andere Stämme gegen die Muslime aufgebracht. Ein Waffenstillstand kam für die Mekkaner nicht in Frage. Zu viel Angst hatten sie um ihre politische und religiöse Vormachtstellung. Aufgrund dessen kam es zu einer erneuten militärischen Konfrontation in Badr.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Die Grabenschlacht
Die Juden der Banu Nadir, die Mohammed aufgrund deren Mordversuch am Propheten aus Medina verbannt hatte verbündeten sich mit den Quraish aus Mekka und starteten einen Angriff auf Medina. Sie waren den Muslimen zahlenmäßig weit überlegen. Zur Verteidigung ließ Mohammed einen Graben um Medina ausheben. Die feindliche Allianz belagerte den Graben um Medina einige Zeit lang bis sie schließlich aufgaben.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Tötung der männlichen Banu Qurayza
Die Tötung der männlichen Banu Qurayza bei deren Niederlage wurde nicht gemäß islamischem Gesetz durchgeführt, sondern basierte auf den Gesetzen der Banu Qurayza (deren Interpretation der jüdischen Thora), nachdem diese selber zustimmten, danach gerichtet zu werden.
Außerdem wurden bei Weitem nicht alle Männer getötet, sondern nur ein Teil (wahrscheinlich die, die für keinen Frieden bereit waren), was aus folgendem Vers im Koran hervorgeht:
Einen Teil habt ihr getötet und einen Teil nahmt ihr gefangen.“ (Koran 33:26)

Denn die Gesetze des Islam schreiben nicht vor, die Männer des Feindes bei einem Sieg zu töten 

Der Islam schreibt etwas ganz anderes vor:

Männer werden nicht getötet, sondern gefangen genommen:
“...Und der Gesandte Allahs und seine Gefährten kehrten siegreich zurück und brachten einige der Anführer der Ungläubigen und die hochrangigen Leute der Quraish als Gefangene mit, darunter Abdullah ibn Ubai ibn Salul...“ (Bukhari, Book 73, Hadith 226, engl. Vers.)

 „Jubayr ibn Mut'im war einer der männlichen Gefangenen aus der Schlacht von Badr.“ (Bukhari, Book 52, Hadith 285, engl. Vers.)

 „Die Gefährten des Propheten lehnten es ab die Gefangenen voneinander zu trennen, die Mutter und das Kind, den Vater und den Sohn, die Geschwister...“
(Tirmidhi, Vol. 3, Book 19, Hadith 1566, engl. Vers.)

Unbeteiligten oder Zivilisten darf nichts getan werden und selbst mit den Übeltätern ist Nachsicht geboten:
„...bestraft nur in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde...“ bedeutet, dass einem Unschuldigen nichts angetan werden darf!

"Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen."  (Koran 16:126)

Feindschaft wird mit Freundschaft erwidert:

"Die gute Tat ist der schlechten nicht gleichzustellen. Erwidere die schlechte, die dir geschieht, mit einer guten! So wird derjenige, mit dem eine Feindschaft bestand, zu einem engen Freund."  (Koran 41:34)

Wenn jemand bereut und sich zum Frieden verpflichtet, muss er in Gnade entlassen werden:

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende."  (Koran 8:61)

„Wenn sie aber umkehren und sich bessern, dann lasset ab von ihnen, denn Allah ist Gnädig und Barmherzig.“ (Koran 4:16)

Begebenheit:
Kurz nach der Grabenschlacht, als Mohammed sein Schwert niederlegte und sich ausruhen wollte erschien ihm der Erzengel Gabriel und offenbarte ihm, dass „die Engel das Schwert noch nicht niedergelegt haben, da die Banu Qurayza einen Angriff planen“ (trotz des Fiedensabkommens zwischen beiden, auch bekannt als die „Verfassung von Medina“). Also machte sich der Prophet zu den Banu Qurayza auf und kämpfte mit ihnen bis diese sich ergaben.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Daraufhin fragte Mohammed die Banu Qurayza, ob sie einverstanden seien, dass Sa’d ibn Mu’adh, ein ehemaliger Verbündeter der Banu Qurayza, der zum Islam übergetreten war, über deren Schicksal entscheidet, und sie stimmten zu!! Sa’d ibn Mu’adh war gut vertraut mit den Gesetzen der Banu Qurayza, die auf deren Interpretation der jüdischen Thora basierten. Deren Interpretation der Thora besagt, die männlichen Mitglieder des Feindes bei einem Sieg zu töten.  (siehe Bukhari, Book 59, Hadith 447, engl. Vers.)

„Lehnen sie eine friedliche Einigung mit dir ab und wollen sich im Kampf mit dir messen, so darfst du sie belagern. Wenn der Herr, dein Gott sie in deine Gewalt gibt, dann sollst du sie mit scharfem Schwert erschlagen. Die Frauen aber, die Kinder und die Greise, das Vieh und alles was sich sonst in der Stadt befindet darfst du dir als Beute nehmen.“  (Bibel, 5. Buch Mose, Kap. 20; 12-14)


Sonstige Attacken auf verschiedene Stämme, angeblich allein um Beute zu erlangen
Alle Behauptungen, der Prophet hätte Völker angegriffen allein um Beute oder politische Macht zu erlangen sind lediglich in den Biographien des Propheten dokumentiert. Wie vorher bereits erklärt, sind viele Autoren von Biographien Mohammeds absolut unglaubwürdig. Sie haben in ihren Werken alle möglichen Lügen aufgenommen, ohne deren Glaubwürdigkeit zu überprüfen!
In keiner einzigen als glaubwürdig eingestuften Quelle, wie den z.B. Sahih-Hadithen findet sich auch nur ein Anhaltspunkt dafür, dass der Prophet Völker angegriffen haben soll ohne dass diese zuerst angegriffen hätten!!
Denn dies würde den Aussagen des Koran widersprechen, die besagen, dass niemand, der friedlich gesinnt ist angegriffen werden darf und dass die materiellen Güter dieser Welt keinen Wert haben:

Der Gesandte Allahs sagte: „Ihr werdet feststellen, dass die besten Leute diejenigen sind, die es über alles hassen Verantwortung zu haben bis sie von anderen zu Führern auserwählt werden.“  (Bukhari, Book 56, Hadith 787, engl. Vers.)
Der Gesandte Allahs sagte: „Lebe dieses Leben so als wärst du ein Reisender oder Fremder.“ (Bukhari, Book 76, Hadith 425, engl. Vers.)
„Und das irdische Leben ist nichts weiter als ein trügerischer Genuß.“  (Koran 3:185)
 "Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. "  (Koran 8:61)

Angebliche Vergeltungsakte des Propheten
Angebliche Vergeltungsakte Mohammeds als Rache für die Ermordung von Muslimen sind lediglich in den Biographien (die nicht verlässlich sind!!) dokumentiert und in keinem als glaubwürdig eingestuftem Hadith.
Im Islam hat man zwar das Recht auf Vergeltung. Auf sein Vergeltungsrecht zu verzichten wird aber als nützliche und empfehlenswerte Tat angesehen.
Dass der Prophet blinde Vergeltung einem Waffenstillstand vorzog ist unglaubwürdig!
„Wer auf sein Vergeltungsrecht verzichtet und dem Täter großzügig verzeiht, sühnt damit manches begangene Vergehen.“  (Koran 5:45)

Banu Mustaliq Invasion
Eines Tages hatte ein Informant des Propheten herausbekommen, dass die Banu Mustaliq sich auf einen Angriff gegen Medina vorbereiten. Daraufhin entsandte der Prophet seinen Gefährten Buraidah bin al-Hasib al-Aslami zu den Banu Mustaliq um diese Information zu bestätigen. Nachdem der Anführer der Banu Mustaliq, Al Harith bin Dirar, seine Kriegsabsicht bestätigte beschloss der Prophet, mit einem Überraschungsangriff den Banu Mustaliq zuvorzukommen um die Opferzahl so gering wie möglich zu halten.
Dabei kamen einige männliche Mitglieder der Banu Mustaliq die gegen den Angriff kämpften ums Leben, andere männliche und alle weiblichen Mitglieder sowie die Kinder wurden gefangen genommen.
(„The Sealed Nectar“)
Unter den Gefangenen befand sich auch Juwayriyya bint al-Harith, Tochter des Anführers der Banu Mustaliq.
Der Prophet bot ihr an sie zu heiraten und sie stimmte zu (Abu Dawud, Book 29, Hadith 3920, engl. Vers.).
Dies zeigt deutlich, dass der Prophet sich immer anständig und fair verhalten haben muss, sonst hätte Yuwairiyya der Ehe nicht zugestimmt.
Der Heiratsantrag des Propheten zeigt auch deutlich, dass der Prophet nicht der Urheber der Feidschaft war, sondern sich immer auf Verteidigungsbasis befand, denn der Heiratsantrag beweist, dass er der Feidschaft zwischen den Banu Mustaliq und den Muslimen endgültig ein Ende setzen wollte!
Folgendes wird über Safiyyah, eine andere Kriegsgefangene die den Propheten heiratete berichtet:
“Der Prophet Mohammed liebte, schätzte und ehrte Safiyyah so sehr, dass sie über ihn sagte: „Ich habe noch nie eine Person mit einem so guten Wesen gesehen wie den Gesandten Allahs.““ (Musnad Abu Ya’la al-Mawsili)
“Als Safiyyah darüber verbittert war, dass die Anhänger des Propheten ihren Vater und ihren Mann getötet hatten sagte dieser zu ihr: „Dein Vater hat die Araber beauftragt, gegen mich zu kämpfen und er hat abscheuliche Taten vollbracht.“ Er entschuldigte sich in solch einem Maße, dass Safiyyah keine Verbitterung mehr gegen den Propheten empfand.“ (Al-Bayhaqi „Dala’il an-Nubuwwah“, Vol. 4, p.230)

Angeblicher Angriff auf christliche Völker um diese zum Islam zu zwingen
Es gibt Lügen, der Prophet hätte christliche Völker angegriffen um diesen den Islam aufzuzwingen.
Derartige Erzählungen finden sich selbstverständlich nur in den Biographien des Propheten, die auf Unmengen von unverifizierten Quellen basieren, d.h. die Glaubwürdigkeit der Quellen wurde niemals überprüft!!

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass derartige Dinge dem Koran widersprechen, da der Koran lehrt, dass niemand zum Glauben gezwungen werden darf und dass man mit den Andersgläubigen respektvoll umgehen soll:
"Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion." (Koran 109:6)

"Diskutiere mit den Schriftbesitzern (=Juden und Christen) nur auf die beste Art, es sei denn, es geht um die Ungerechten unter ihnen. Sprecht: "Wir glauben an das, was uns und an das, was euch herabgesandt wurde. Unser und euer Gott ist Einer, Dem wir uns ergeben."  (Koran 29:46)

"Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?"  (Koran 10:99)

Angebliche Folter von zwei Männern des Ukl oder Urayna Stammes durch den Propheten
Es gibt einen Hadith (Sahih Muslim, Book 016, Hadith 4131, engl. Vers.) der besagt, dass einige Männer des Stammes Ukl oder Urayna den Islam annahmen und sich anschließend gegen die Muslime wandten indem sie den Kamelhirten des Propheten töteten und die Kamele raubten.
Als der Prophet davon erfuhr, soll er einige Leute beauftragt haben die Übeltäter zu verfolgen und zu ihm zu bringen. Als sie schließlich gefangen genommen wurden, soll der Prophet angeblich angeordnet haben, dass ihnen Hände und Füße abgeschnitten werden sollen. Und dass deren Augen schließlich mit heißen Eisenteilen ausgebrannt worden wären woraufhin man sie anschließend in der heißen prallen Sonne liegen ließ und ihnen Wasser verweigerte als sie danach fragten (!!!)

Im Grunde genommen ist diese lügenhafte Erzählung so dreist und so lächerlich, dass sie es eigentlich gar nicht Wert ist, dass man überhaupt anfängt zu erklären warum der Prophet so etwas niemals getan haben kann.
Dennoch soll aufgeführt werden warum Mohammed nicht gemäß obiger Erzählung gehandelt haben kann:

Erstens:
Komischerweise steht im Koran 5:33, der Stelle an der die gleiche Begebenheit angesprochen wird (laut Tafsir ibn Kathir) kein Wort davon, dass die Täter gefoltert wurden oder gefoltert werden sollen oder dass ihnen kein Wasser gegeben wurde!!

Übrigens: Das „Abschlagen von Hand und Fuß“ war die übliche Strafe für Raubmord zur damaligen Zeit (da es keine Gefängnisse gab!!) und wurde nicht vom Koran eingeführt!!
Folgender Vers 5:33 im Koran ist demnach so zu verstehen, dass Allah die zur damaligen Zeit übliche Strafe, als Option offen gelassen hat aber dennoch mildere Methoden wie den Verweis des Landes alternativ anbietet.

„Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Unheil im Lande stiften, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen jeweils eine Hand und ein Fuß (min khilaafin) abgeschlagen werden sollen oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden....“  (Koran 5:33)
(„min khilaafin“= „auf gegenüber liegenden Seiten“ -> jeweils eine Hand und ein Fuß)

Übrigens: Die Strafe der „Kreuzigung“ in 5:33 ist nicht als tatsächlich auszuführende Strafe anzusehen, sondern soll als Abschreckung dienen, denn sie wurde vom Propheten niemals ausgeführt!
Es war eine zur damaligen Zeit verbreitete Strafe, aber Mohammed wendete in keinem einzigen Fall jemals diese Art von Strafe an!

Zweites:
Die Täter haben ja gemäß obiger Erzählung den Kamelhirten getötet.                                                                                                    

Demnach wäre zur damaligen Zeit die Todesstrafe im Sinne des Vergeltungsrechts oder die damals (bereits vor dem Islam) übliche Strafe für Raubmord (Hand und Fuß abschlagen) anwendbar.

Die Täter jedoch zu foltern widerspricht den Prinzipien des Islam!!

Der Gesandte Allahs sagte: „Wenn jemand von euch mit einem Bruder kämpft dann sollte er es vermeiden dem anderen ins Gesicht zu schlagen. Denn Allah hat Adam nach seinem Abbild geschaffen!“
(Muslim, Book 032, Hadith 6325, engl. Vers)

Der Gesandte Allahs sagte: "...verstümmelt keine Leichen, tötet keine Kinder...". (Muslim, Book 019, Hadith 4294, engl. Vers.)

Der Gesandte Allahs sagte: "Demjenigen, dem es an Güte und Milde mangelt, dem mangelt es an allem Guten."  (Muslim, Book 032, Hadith 6272, engl. Vers.)

"Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen."  (Koran 16:126)
 
Falls die Täter jedoch den Kamelhirten gefoltert hätten bevor sie ihn umbrachten, so wäre theoretisch das „Auge um Auge“-Prinzip anwendbar.
Jedoch ist es aus Sicht Allahs etwas Gutes und Empfehlenswertes, wenn man auf sein Vergeltungsrecht verzichtet!

Deshalb erscheint es unglaubwürdig, dass der Prophet das „Auge um Auge“-Prinzip angewendet haben soll, wo der Koran empfiehlt darauf zu verzichten.
„...Wer auf sein Vergeltungsrecht verzichtet und dem Täter großzügig verzeiht, sühnt damit manches begangene Vergehen.“  (Koran 5:45)

"Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und wende dich von den Unwissenden ab. "  (Koran 7:199)

Drittens:
Dass Mohammed veranlasst haben soll, dass den Tätern kein Wasser gegeben werden soll ist eine eindeutige Lüge!!! Denn dies würde jeglichen Prinzipien des Islam widersprechen:
„Und sie geben Speise - und mag sie ihnen auch noch so lieb sein - dem Armen, der Waise und dem Gefangenen indem sie sagen: "Wir speisen euch nur um Allahs willen. Wir begehren von euch weder Lohn noch Dank dafür."  (Koran 76:8-9)

"Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Gott liebt die Ungerechten nicht."  (Koran 42:40)

Und Mohammed handelte immer nach dem Koran:
Aischa sagte: „Der Charakter der Propheten war der Koran.“ (Muslim, Book 004, Hadith 1623, engl. Vers.)

Viertens:
Es wird im selben Hadith behauptet, der Prophet hätte den Tätern vorher (bevor sie das Verbrechen begingen) geraten, das Urin der Kamele zu trinken!!!!! Und das, wo es allgemein bekannt ist dass Urin im Islam als etwas absolut Unreines gilt und man die rituelle Reinigung vollziehen muss sobald man auch nur äußerlich mit Urin in Kontakt kommt!!!
Ein eindeutiger Beleg dafür, dass dieser Hadith nichts weiter als eine dreiste Erfindung und eine unverschämte Lüge ist!!!

Fazit: Der Hadith wurde also fälschlicherweise in die als glaubwürdig geltende Quelle al-Bukhari aufgenommen !

Wie das sein kann? Ganz einfach: Auch unter den als glaubwürdig angesehenen Überlieferern gab es Verräter, die Dinge erzählten, die sich so niemals ereignet haben:

Abdullah berichtet, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ich werde vor euch am Becken (haud al-kauthar, am Tag der Auferstehung) sein und einige von euch werden nicht zu mir gelassen werden und ich werde mich für einige Leute einsetzen und sagen: „Mein Herr, das sind meine Gefährten! Das sind meine Freunde!“ Und es wird gesagt werden: „Du weißt nicht, was sie nach deinem Tod gemacht haben.“ (Sahih Muslim, Book 030, Hadith 5684 und 5690, engl. Vers.)

Friedensvertrag von Hudaibiya
Muslime und Quraish schließen einen Zehn-Jahres- Friedenspakt. Verbündete der Quraish sowie Verbündete der Muslime sind in den Vertrag mit eingeschlossen.
(siehe Ibn Kathir, „The Sealed Nectar“, etc.)

Schlacht von Khaybar
Die Leute aus der Stadt Khaybar, darunter die einst von dem Propheten vertriebenen Banu Nadir, die sich dort angesiedelt haben (vertrieben aufgrund eines Mordversuchs am Propheten) waren ein den Muslimen feindlich gesinntes Volk, welches mehrfache Friedensangebote Mohammeds ablehnten und stattdessen einen Mordkomplott gegen den Propheten planten.
Aufgrund dessen war der Prophet gezwungen, Truppen zu mobilisieren, um in Khaybar einzumarschieren.
Die Muslime gewannen die Schlacht nachdem die Leute von Khaybar sich schließlich ergaben.
(siehe „The Sealed Nectar“)
Unter den Kriegsgefangenen befand sich Safiyya bint Huyayy, die Tochter von Huyayy ibn Akhtab, Anführers der Banu Nadir. Mohammed heiratete Safiyya später und sie nahm den Islam an.
(siehe Bukhari und Muslim)


Eroberung von Fidak/Fadak
Fidak war ein kleines Dorf unweit von Khaybar welches mit Khaybar ein Bündnis hatte. Als die Leute in Fidak von der Niederlage Khaybars erfuhren ergaben sie sich ohne Kampf.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Eroberung von Wadi al Qura
Die Bewohner von Wadi al Qura hatten bereits in früherer Zeit eine friedliche Gruppe von Muslimen, die sich in deren Gebiet auf einer Expedition befanden attackiert und dabei einige der Männer getötet. Kurz nach der Eroberung von Khaybar marschierte der Prophet mit einer Truppe in Wadi al Qura ein und eroberte die Ortschaft schließlich.
(siehe „The Sealed Nectar“)
Das dort ansässige Volk war vermutlich dabei einen Angriff zu starten, denn es ist unwahrscheinlich, dass der Grund für den Einmarsch Vergeltung gewesen sein soll, wo der Koran doch lehrt, dass ein Verzicht auf Rache Gutes bewirkt und man dafür von Allah belohnt wird:

Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht.“  (Koran 42:40)

Eroberung Mekkas
Der sogenannte „Friedensvertrag“ von Hudaibiyah war ein Zehn-Jahres-Friedensvertrag zwischen den Muslimen und den Quraish aus Mekka. Der Vertrag besagte auch, dass die jeweiligen Parteien ihren Verbündeten, die im Vertrag namentlich genannt waren im Falle eines Angriffe zu Hilfe kommen konnten, wobei die Banu Khuza’ah die Verbündeten des Propheten waren und die Banu Bakr die Verbündeten der Quraish.
Als eines Tages die Banu Bakr das Friedensabkommen brachen und einen Angriff auf die Banu Khuza’ah verübten, wobei die Quraish die Banu Bakr mit Waffen und Kämpfern unterstützten, riefen die Banu Khuza’ah den Propheten zu Hilfe.
Dieser erstellte ein Ultimatum an die Quraish mit zwei absoluten Bedingungen:
-das Blutgeld für die getöteten Männer der Banu Khuza’ah zahlen und
-das Bundnis mit den Banu Bakr unverzüglich beenden.
Falls sie dies nicht einhielten, so würde der Friedenspakt zwischen ihnen für nichtig erklärt werden.
Die Quraish lehnten ab und so begann der Prophet die Vorbereitungen für einen Angriff auf Mekka und so kam es zur Eroberung Mekkas. (siehe „The Sealed Nectar“)

Dabei wurde auch die Ka’aba von den Götzen befreit (Götzen sind meistens Figuren oder Statuen, welche die Dämonen repräsentieren, welche von den Polytheisten angebetet werden) und zum Heiligtum der Muslime gemacht.
Es wird übrigens in den unglaubwürdigen Weken von ibn Hisham, Waqidi und co. behauptet, dass Abu Sufyan, Anführer der Quraish nachdem er das Ultimatum des Propheten abgeleht hatte sich schließlich nach Medina begab um Mohammed doch noch zu bitten den Friedensvertrag zu verlängern woraufhin dieser ihn ignoriert haben soll und das Friedensangebot abgeleht haben soll was völliger Blödsinn ist und nichts weiter als erlogen!
Wieso sollte Abu Sufyan erst das Ultimatum ablehnen und dann urplötzlich seine Meinung ändern?? Und wieso sollte der Prophet sein Friedensangebot ablehnen, wo der Koran doch gebietet, dass man Friedensangebote immer annehmen soll und sich seinen Feinden gegenüber nachsichtig zeigen soll:

"Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du zum Frieden geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende."  (Koran 8:61)

"Die gute Tat ist der schlechten nicht gleichzustellen. Erwidere die schlechte Tat, die dir geschieht, mit einer guten! So wird derjenige, mit dem eine Feindschaft bestand, zu einem engen Freund."  (Koran 41:34)

Des Weiteren soll Abu Sufyan bei der gleichen Begebenheit auch seine Tochter, Ramla bint Abi Sufyan (Umm Habiba), Ehefrau des Propheten, aufgesucht haben wobei diese ihm angeblich verweigert haben soll sich auf das Bett des Propheten zu setzen, weil er „ein unreiner Polytheist“ sei. Auch eindeutig erlogen! Denn der Koran lehrt, dass man seine Eltern gütig und freundlich behandeln soll, egal ob Gläubige oder Ungläubige! 

„Wir haben dem Menschen bezüglich seiner Eltern Dinge ans Herz gelegt . Seine Mutter hat ihn unter dem Herzen getragen, erlitt dabei Schwäche und Mühe, und seine Entwöhnung erforderte zwei Jahre. Sei Mir und deinen Eltern dankbar! Zu Mir wirst du am Ende geführt werden. Sollten sie dich bedrängen, Mir etwas beizugesellen, worüber du kein Wissen hast, gehorche ihnen nicht, aber bleibe ihnen gegenüber dennoch gütig im weltlichen Leben! Folge dem Weg derer, die Mir aufrichtig zugetan sind! Ihr werdet alle zu Mir zurückgebracht werden. Dann werde Ich euch verkünden, was ihr getan habt."  (31:14-15)

Schlacht von Hunain
Nach der Eroberung Mekkas beschlossen die restlichen einflussreichen Völker in der Umgebung sich zu einem Angriff gegen die immer einflussreicheren Muslime, die sie als Bedrohung ansahen zu verbünden. Der Prophet befand sich in Mekka als er davon hörte und stellte daraufhin ebenfalls eine Armee auf.
Darunter befanden sich auch einige Mekkaner, die nach der Eroberung Mekkas zu Islam übergetreten waren.
Dennoch war die Armee der Muslime zahlenmäßig nur halb so stark wie die des Feindes, die von Malik ibn Auf angeführt wurde. Deshalb wurden die muslimischen Krieger von Safwan ibn Umayyah, einem Mekkaner, der während der Eroberung Mekkas ebenfalls zum Islam übergetreten war, mit Rüstungen versorgt. Sie marschierten Richtung Hunain und kämpften dort mit ihren Gegnern.
Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit des Feindes gingen die Muslime letztendlich siegreich aus der Schlacht hervor.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Folgender Koranvers spricht die Begebenheit an:
„Wahrlich, Allah half euch schon an vielen Orten zum Sieg, und am Tage von Hunain, als deren große Zahl sie stolz machte - doch sie nutzte ihnen nichts, und die Erde wurde ihnen in ihrer Weite eng - da wandten sie sich zur Flucht. Dann sandte Allah Frieden auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab und sandte Heerscharen hernieder, die ihr nicht saht, und strafte jene, die ungläubig waren. Das ist der Lohn der Ungläubigen.“  (Koran 9:25-26)

Schlacht von Autas
Nach der Schlacht von Hunain verbündeten sich in der Gegend von Autas mehrere in den Bergen ansässige Völker, um die Muslime (die sie jetzt, nach der Niederlage ihrer teils mit ihnen verbündeten Nachbarvölker, mehr denn je als Bedrohung ansahen) anzugreifen.
Darunter befanden sich Stämme die bereits in früherer Zeit ihre Feidschaft gegenüber Mohammed bekundeten und den Propheten mit Steinen bewarfen. Die Armee der Muslime stellte sich ihnen in Autas und besiegte sie.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Die Belagerung von Taif
Einige der Gegner des Propheten aus der Schlacht von Hunain und der Schacht von Autas, darunter deren Anführer, flohen nach Taif und verschanzten sich dort in einer Festung die anschließend von der Armee des Propheten belagert wurde, allerdings ohne Erfolg.
Genaueres ist in den glaubwürdigen Quelle über den Ausgang der Belagerung von Taif nicht bekannt.
Es wird erzählt dass einige der Leute die sich in Taif verschanzten, darunter deren Anführer, den Islam annahmen- vor allem nachdem der Prophet ihnen die Frauen und Kinder, die während der Kämpfe von den Muslimen gefangen genommen wurden, zurückgab.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Schlacht von Mu’tah
Als eines Tages der Prophet einen friedlichen Boten, Al-Harith bin Umair Al-Azdi, mit einer Einladung zum Islam nach Busra sandte, wurde dieser unterwegs überfallen und im Auftrag von Sharhabil bin Amr Al-Ghassani, dem Gouverneur von al-Balqa (ein Volk der Ghassaniden welches in der heutigen Levant-Region angesiedelt war und mit  dem Byzantinischen Reich verbündet war) getötet.
Somit hatte er den Muslimen bewusst den Krieg erklärt. Daraufhin stellte Mohammed Truppen zusammen, die sich anschließend der Armee der Ghassaniden, die von ihren Verbündeten des Byzantinischen Reiches Verstärkung bekamen in der Nähe der Stadt Mu’tah stellten.
Angesichts der Tatsache, dass die Ghassaniden und ihre byzantinischen Helfer (das Byzantinische Reich gilt als eines der größten Militärmächte der damaligen Zeit) weit überlegen waren zogen sich die Muslime letztenendes zurück.
(siehe „The Sealed Nectar“)

Feldzug nach Tabuk
Das Byzantinische Reich, eine absolute Supermacht zur damaligen Zeit, sah die Ausbreitung und den steigenden Einfluss der Muslime in deren Nachbargebieten als große Bedrohung an der es galt entgegenzuwirken.
Bereits in der Schlacht von Mu’tah hatten die Byzantiner die Ghassaniden unterstützt, darum war es dem Propheten und seinen Anhängern klar, dass sie bald eine große Streitkraft gegen sie aufbereiten würden. Der Grund des Feldzugs der Muslime nach Tabuk war demnach die starke Vermutung, dass die byzantinische Armee unter Heraclius dort gegen sie aufrüstet. Es kam dabei allerdings zu keiner Konfrontation, da die Byzantiner zum damaligen Zeitpunkt noch keine Streitmacht entsandt hatten, sondern sie taten dies erst später, nach dem Tod des Propheten.
(siehe „The Sealed Nectar“)


Sonstige militärische Aktionen kurz vor dem Ableben des Propheten
Nach dem Feldzug nach Tabuk und wenige Zeit vor dem Tod des Propheten fanden weitere militärische Aktionen unter Anordnung Mohammeds statt, wie etwa die Gefangennahme des Prinzen von Duma mit dem anschließend Frieden geschlossen wurde (Abu Dawud, Book 19, Hadith 3031), Feldzug nach Yemen zum Tempel Dhul Khalasa oder etwa der Feldzug ins damalige Palästina (fand in dem Monat statt in dem der Prophet eines natürlichen Todes starb).
Selbstverständlich fanden all diese Aktionen ausschließlich auf Verteidigungsbasis statt, da der Koran es verbietet gegen friedliche Menschen oder Völker vorzugehen oder exzessive Gewalt auszuüben und der Prophet immer ausschließlich nach den Regeln des Koran handelte.


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